Wenn sich die NASA bei einem Mitarbeiter für perfekte Öffentlichkeitsarbeit bedanken darf, dann ist das sicher Chris Hadfield aka Commander Hadfield, der vom 21. Dezember 2012 bis heute auf der ISS war und als erster Kanadier das Kommando auf der Raumstation führte.
Den krönenden Abschluss lieferte er gestern mit der wohl authentischsten Version von David Bowies Meisterwerk Space Oddity um den im Weltall treibenden Astronauten Major Tom.
Mit Hilfe seines Sohns Evan hat es Chris Hadfield geschafft, aus seinem knapp sechsmonatigen Aufenthalt im All ein Social-Media-Erlebnis auf vielen Kanälen zu machen – und so nicht nur der US-Raumfahrtbehörde sondern der Raumfahrt und Weltraumforschung weltweit ein unglaublich positives Echo in der Online-Gemeinde und auch den klassischen Medien zu verschaffen.
Neben zahlreichen Bildern, die er direkt aus dem Weltall veröffentliche, hat vor allem sein Twitter-Wortwechsel mit einem anderen bekannten Raumfahrer für Begeisterung gesorgt:
@cmdr_hadfield Are you tweeting from space? MBB
— William Shatner (@WilliamShatner) 3. Januar 2013
@williamshatner Yes, Standard Orbit, Captain. And we’re detecting signs of life on the surface.
— Chris Hadfield (@Cmdr_Hadfield) 3. Januar 2013
Solche Öffentlichkeitsarbeit kann kann man für Geld nicht kaufen. Einen schönen Überblick über die PR from Outer Space bietet diese Geschichte des englischen Independent.
@netzwege Definitionsfrage, was soll denn das “Online-Team” sein? Bei uns gibt es z.B. ein “Online-Marketing”, das was andres macht als wir.
— Andreas Maurer (@iowaandy) 5. April 2013
In diesem Tweet von Stefan Balàzs bin ich letzte Woche über den Begriff “Online-Team” gestolpert – was sicher damit zu tun hat, dass Stefan und ich zwar ähnliche Jobs machen, aber in zwei völlig unterschiedlichen Branchen arbeiten: er in der Old Economy bei einem Energieversorger, ich bei einem großen Internetprovider, bei dem naturgemäß nahezu alles “online” ist.
Online-Kommuikation funktioniert auch ohne Social Media – Social Media funktioniert aber nicht ohne Online-Kommunikation
— Stefan Balazs (@netzwege) 5. April 2013
Da das Thema für ein paar Tweets zu komplex ist, kamen wir auf die Idee, das ganze in unsere Blogs zu verlagern – hier ist also meine Sicht der Dinge. Die von Stefan ist hier zu finden. read more…
In den letzten Tagen wurde viel über diverse “Shitstorms” auf den Facebook-Seiten bekannter Marken berichtet und diskutiert. Auch ich fand diese heftigen Diskussionen jeweils zu einem einzelnen Posting – nun seltsam, könnte über die Ursache aber ebenfalls nur spekulieren. Persönlich halte ich, nach Überfliegen einiger weniger der Kommentare in den diversen Threads, die Manipulationshypothese für eher unwahrscheinlich. Ich habe da auch eher den Edge-Rank von Facebook als Übeltäter in Verdacht, auch auf unserer Facebook-Seite haben wir beispielsweise bemerkt, dass einige besonders lange Nutzer-Posts viel Interaktion nach sich gezogen haben.
Ein Kollege hat mich in dem Zusammenhang aber auf eine andere Meldung aufmerksam gemacht, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zu den beschriebenen Fällen passt: Laut dem Forum von mobil-talk.de hat Simyo auf seiner Facebook-Seite den Kunden-Service “eingestellt” (eingeschränkt trifft es vermutlich besser). Im Ergebnis sehe ich da aber durchaus Zusammenhänge. read more…
Seit nunmehr fast drei Jahren beschäftige ich mich beruflich mit dem Thema Social Media. In dieser Zeit habe ich eine kleine, aber feine Büchersammlung rund um die Kommunikation im Web 2.0 aufgebaut. Vor zwei Wochen ist ein neues Buch erschienen, zu dem ich ein Kapitel beitragen durfte – Anlass, einen Blick in meinen Bücherschrank zu werfen und einige Werke kurz im Blog vorzustellen. Literarisches Highlight meiner letzten USA-Reise vor einem Monat war der Fund in einer Barnes&Noble-Filiale: die Papier gewordene Fassung einer der bekanntesten Social-Media-Fallstudien der letzten Jahre, “United breaks Guitars“. Da ich mich bei aller Freude dennoch nicht zum Kauf entscheiden mochte, beginne ich mit meinem aktuellen Lieblingsbuch zum Thema – “@YourService” von Frank Eliason. read more…
Dieser Blogartikel wird kurz. Weil der Akku meines Laptops nur noch 20 Minuten reicht, und Lufthansa in der Economy-Class leider noch keine Steckdosen eingeführt hat. Zum ersten Mal habe ich nämlich heute das Glück, auf einem Transatlantik-Flug den wahrhaft mobilen Internet-Zugang Flynet nutzen zu können. Für rund 10 Euro kann man eine Stunde surfen, für das doppelte 24 Stunden, sprich den ganzen Flug.
Zunächst einmal finde ich es eine tolle Sache, auch während eines mehrstündigen Flugs nicht offline sein zu müssen (den Akku mal außen vor gelassen). Spannend ist aber die Frage, was das für die Zukunft bedeutet. Telefongespräche schließt Lufthansa derzeit noch in den Geschäftsbedingungen aus, beim Thema VoIP und Skype heißt es aber schon unverbindlich “auf die anderen Passagiere Rücksicht nehmen”.
Für Geschäftsreisende wird sich aber sicher die Frage stellen, ob sie nun auch noch während der Reise in die USA, nach Asien dauerhaft erreichbar sein müssen – mancher wird sich da seinen Blackberry zurückwünschen.
Over and out.
Im Was-mit-Medien-Blog kommt Daniel Fiene zu dem Schluss, dass Google mit seinem Plus einen besseren Job macht als die Rundfunkwelt mit ihrem DAB+-Projekt. Das Wortspiel hinkt natürlich, der Aussage an sich kann ich in meinem Kommentar nur zustimmen, den ich hier kurz wiedergeben möchte.
Ich kann mir ehrlich gesagt – leider – nicht mehr vorstellen, dass DAB, ob mit oder ohne +, in Deutschland noch so richtig abhebt. Ich hatte vor geschlagenen 15 Jahren beruflich mit DAB zu tun, und auch da war die Technik ja schon fast 10 Jahre alt. Leider ist in Deutschland ziemlich viel schief gelaufen, insbesondere was das (Nicht-)Zusammenspiel zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern anging, und auch das Kompetenzwirrwarr zwischen Rundfunkrecht (Länder) und Frequenzvergabe (Bund) haben das ihre getan. Das hat damals kaum ein Ausländer verstanden, und Großbritannien mit BBC, OFCOM und kommerziellen Radiostationen haben vorgemacht, wie es hätte laufen können.
1997 bei der DAB-Plattform in München habe ich vom Fraunhofer-Institut eine Diskette mit dem ersten MP3-Decoder bekommen – spätestens da war eigentlich klar, dass DAB mit dem MUSICAM Standard (MPEG 1 Layer 2) irgendwann Probleme bekommen würde. Und da war von mobilem Internet mit Megabit-Geschwindigkeiten noch nichts zu ahnen.
Obwohl ich mich DAB immer noch verbunden fühle, habe ich den letzten Jahren nie das Bedürfnis gehabt, mir ein DAB-Radio zuzulegen – obwohl die ja schon seit geraumer Zeit zu bezahlbaren Preisen erhältlich sind. Wenn die Mobilfunknetze, vor allem auch der nächsten Generation(en), das verkraften, wird aus meiner Sicht mobiles Internetradio das größte Potenzial bieten. Denn die Stationen, die mich interessieren, fehlen leider alle in meinen lokalen DAB-Multiplexen – schade.
Eines muss man DAB lassen – schon vor mehr als 10 Jahren spottete ein VATM-Funktionär, DAB stehe für “Dead And Buried”. Immerhin dafür hat sich der Rundfunkstandard ganz ordentlich gehalten.
Dank meines Urlaubs habe ich die ersten drei Wochen von Google+ erst einmal nur passiv erlebt. Seit knapp zwei Wochen bin ich jetzt auch “dabei” – aber doch noch nicht so richtig aktiv. Ganze fünf “Beiträge” habe ich produziert (na gut, dieses Posting wird der sechste werden), davon drehen sich vier um – Google+, einer davon ist ein “Re-Plus” (ich weiß immer noch nicht, wie ich die mir selbst im Zeitstrahl lästigen Doppelposts sonst nennen soll). Dazu kommen vielleicht zwei Hand voll Kommentare, die ich zu anderen Beiträgen abgegeben habe. read more…
Der WWF Deutschland steckt in der Krise – jedenfalls kommunikativ. Nach einem negativen ARD-Beitrag muss sich die Naturschutzorganisation derzeit auf allen Kanälen kritischen Kommentaren stellen. Wobei “alle Kanäle” relativ ist – die Diskussion spielte sich gestern vor allem auf einer schnell eingerichteten Fakten-Seite auf der WWF-Website ab. Daneben nutzen viele Nutzer die Facebook-Seite des Verbands – in der Regel, um Dampf abzulassen. Inzwischen findet auch auf dem Twitter-Account @WWF_Deutschland Information und Dialog statt – dem Kanal, der sich meiner Meinung nach am besten zur Krisenkommunikation eignet.
Vor einigen Wochen hatte ich mich schon einmal mit der Nutzung verschiedener Web-2.0-Plattformen durch Unternehmen beschäftigt. Mein Fazit war damals, dass Facebook im Vergleich zu Twitter immer mehr an Bedeutung gewinnt, wir als Social-Media-Kommunikatoren aber alle Kanäle bedienen müssen, in denen sich unsere Kunden und Leser bewegen. Natürlich gilt das auch und gerade bei Krisensituationen, dennoch kann gerade der Kurznachrichtendienst in Krisensituationen klar seine Stärken ausspielen. read more…
Der WWF Deutschland steckt in der Krise – jedenfalls kommunikativ. Nach einem negativen ARD-Beitrag muss sich die Naturschutzorganisation derzeit auf allen Kanälen kritischen Kommentaren stellen. Wobei “alle Kanäle” relativ ist – die Diskussion spielte sich gestern vor allem auf einer schnell eingerichteten Fakten-Seite auf der WWF-Website ab. Daneben nutzen viele Nutzer die Facebook-Seite des Verbands – in der Regel, um Dampf abzulassen. Inzwischen findet auch auf dem Twitter-Account @WWF_Deutschland Information und Dialog statt – dem Kanal, der sich meiner Meinung nach am besten zur Krisenkommunikation eignet.
Vor einigen Wochen hatte ich mich schon einmal mit der Nutzung verschiedener Web-2.0-Plattformen durch Unternehmen beschäftigt. Mein Fazit war damals, dass Facebook im Vergleich zu Twitter immer mehr an Bedeutung gewinnt, wir als Social-Media-Kommunikatoren aber alle Kanäle bedienen müssen, in denen sich unsere Kunden und Leser bewegen. Natürlich gilt das auch und gerade bei Krisensituationen, dennoch kann gerade der Kurznachrichtendienst in Krisensituationen klar seine Stärken ausspielen. read more…
Der Blogger und Journalist Richard Gutjahr ist vorgestern spontan nach Ägypten gereist, um aus erster Hand über die Proteste der Bevölkerung gegen die Regierung von Präsident Mubarak zu berichten. Seit Montagmorgen informiert er in seinem Blog und über seinen Twitter-Account – der alleine seit gestern um 1.000 neue Follower gewachsen ist – über die Ereignisse vor Ort. Während die ägyptischen Machthaber weiterhin versuchen, die veröffentlichte Meinung zu kontrollieren, zählt der hauptberuflich professionelle Journalist Gutjahr damit zum immer größer werden Heer der “Bürgerjournalisten”, die die staatliche Zensur umgehen.
Einmal mehr wird “das Internet” zu einer der wichtigsten Informationsquelle aus einem Krisengebiet – und war offenbar auch als Kommunikationsplattform der demonstrierenden Bevölkerung so effektiv, dass sich die Regierung gezwungen sah, den Netzzugang im Land weitgehend einzuschränken – glücklicherweise mit mehr als mäßigem Erfolg. Die Menschen in Ägypten finden weiter Wege, ihre Botschaften zu verbreiten, und auch der arabische Fernsehsender Al Jazeera nutztdie Macht der Massen und hat Blogger aufgerufen, Bilder, Videos und auch Texte direkt an den Sender zuübermitteln. Google hat mit “Speak 2 Tweet” einen Weg geschaffen, auch ohne funktionierendes Internet weiter Twitter-Nachrichten zu verbreiten – in dem diese einfach per Telefon aufgezeichnet und anschließend über einen eigens eingerichteten Twitter-Account veröffentlicht werden. read more…
